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Reinhard K. Sprenger: Gut aufgestellt. Fußballstrategien für Manager

Von Fussball glauben viele etwas zu verstehen, unabhängig von Alter und Bildung. Von Fussball scheint auch der deutsche Managementberater Reinhardt K. Sprenger viel zu verstehen. Zumindest bekommt man den Eindruck, wenn mein sein letztes Buch sich zu Gemüte führt. Er macht den Versuch, die Kunst der Führung im Stadionlicht zu beleuchten, wie er in diesen Buch schreibt. Dabei greift er, bunt gemischt, geläufige und überraschende Gegebenheiten aus der Fussballwelt auf und vertritt etwa die These, dass gute Spieler selten gute Trainer sind, was er mit Hilfe von Beispielen plausibel macht. Diese Erkenntnis überträgt Sprenger auf die Wirtschaft und fragt bewusst naiv, warum das Wissen aus der Welt des Fussballs in der Wirtschaft (noch) nicht angekommen sei. Auf den Punkt gebracht hört sich das folgendermassen an: Trainer schiessen keine Tore, sie lassen schiessen. Aktuell ist Sprenger auch mit der Frage, ob sich Spitzenverdiener für ein Fussballteam auszahlen. Nein, sagt er und verweist auch auf eine empirische Studie von Prof. Bruno S. Frey, der aufgrund einer Analyse in der Bundesliga herausgefunden hat, dass sich übermässige Einkommensunterschiede in einem Team negativ auf die durchschnittliche Leistung der einzelnen Spieler auswirken. Einziger Wermutstropfen sind manchmal kleine Detailfehler, die einem wahren Fan einfach schmerzen.

Besonders nett ist das beigefügte Lesezeichen: Ein „Gelb-Rote-Karte“ mit zwei lustigen Sprüchen. Übrigens finden sich in diesen Buch immer wieder Binsenweisheiten, mit dem sich viele Diskussion (sportlich wie politische) leicht bestehen lassen.

Fazit: Ein Plädoyer fürs Fair Play, für individuelles Können und mannschaftliche Geschlossenheit und dabei ebenso kurzweilig wie anregend.

Rezension: NR. 95
[ssba]
15. April 2008

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