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Anonymus: Psycho Killer

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Dies ist keine Lektüre für hochgeistige Weicheier! Denn wenn dieses Buch bereits etwas schief gehalten wird, fließt Blut raus. Nach der 4-teiligen Serie rund um den Bourbon Kid versorgt uns der anonyme und angeblich britische Autor mit einem weiteren trashigen Blut-und-Beuschel-Roman. Ein durchgedrehter Psycho bricht aus einer Irrenanstalt aus und macht sich auf den Weg nach B Movie Hell, einer amerikanischen Kleinstadt im Nirgendwo. Dort beginnt nun das große Schlachten: Mit einer Halloween-Maske auf dem Kopf und einem Schlachtbeil in der Hand zerstückelt der Psycho einen Einwohner nach dem anderen. Zur gleichen Zeit wird der abgehalfterte und versoffene Spezial-Agent Jack Munson aus seinem Ruhestand geholt und von seinem ehemaligen Boss auf den Psycho angesetzt. Seine einzige Information über den Killer ist die, dass dieser von höchster Stelle selbst zur Mördermaschine ausgebildet wurde.

„Ich glaube, ich kann erkennen, an welcher Stelle das Projekt schiefgegangen sein muss“, sagte er und nahm einen Bissen aus dem Croissant. „Ich wette, ihr hattet letztlich einen Haufen Danny DeVitos anstelle von Arnold Schwarzeneggers, stimmt’s?“

Zunächst scheint Munsons Weg klar: Ab in die Ortschaft, die ganz den Action-Filmen der 80er gewidmet ist, und den Psycho kalt machen. Doch kaum angekommen sticht Munson der Gestank der falschen Fährte in die Nase. Als er im Zuge seiner Ermittlungen auf die Spur einer jungen Frau kommt, erkennt er die Hintergründe seines Auftrags und versteht, warum das ganze Dorf – allen voran der lokale Bordellbesitzer – auch hinter ihm her ist.

„Was tun Sie da?“, schrie sie, und ihr Gesicht verriet auf einmal eine Spur Angst, die man dort bislang nicht gesehen hatte. „Sie sind FBI-Agent! Sie können doch keine Frau schlagen.“
„Ich bin aus den Siebzigern. Und ich kann noch Schlimmeres anstellen, versprochen.“

Zugegeben: An das, was Anonymus mit dem Bourbon Kid hingelegt hat, reicht diese Geschichte nicht heran. Dafür fehlen ihr der Wortwitz und die Mystery-Überraschungsmomente inklusive Elvis, Teufel & Konsorten. Trotzdem ist das Buch für Liebhaber blutiger Splatter-Unterhaltung, bei der das Hirn währenddessen getrost auf Urlaub gehen kann, eine Empfehlung. Und man wird bekommen, was man erwartet: durchgeknallte Charaktere, (sehr) leicht bekleidete Mädchen, knallharte Muskelbrocken und einen umher ballernden Bösewicht, der letztendlich sein todbringendes Image auf den Kopf stellt.

Rezension: NR. 334
16. Februar 2015

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