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J. R. R. Tolkien: Roverandom

Man sollte keine Zauberer beissen: diese Regel lernt der kleine Hunde Rover zu Beginn seiner Geschichte. Nun hat er aber schon den Zorn des Zauberers Artaxerxes auf sich gezogen, jetzt muss er seine Geschichte auch ausbaden. Artaxerxes verwandelt Rover als Strafe zunächst in einen Spielzeughund und schickt ihn dann auf eine abenteuerliche Reise. 3 CDs lang dauert die Reise und es könnte auch ohne weiteres eine vierte geben. So schön und spannend erzählt, dass das Wechseln der CDs eine unwillkommene Abwechslung ist. Die Reise beginnt zunächst in einem Geschäft, wo Rover – als Spielzeughund – gekauft und an einen Jungen verschenkt wird. Bei einem Ausflug verliert der Junge aber sein Hündchen am Strand und Rover muss sehen, wie er alleine zurecht kommt. Hilfe bekommt er vom Sandzauberer Psamathos Psamathide, der ihn von einer Möwe zum Mond bringen lässt. Dort trifft Rover zunächst noch einen Zauberer und dann auf einen Hund, der ebenfalls Rover heisst. Nun: zwei Mondunde mit dem gleichen Namen geht nicht und so heisst Rover von da an Roverandom.

Aber auch der Mondzauberer kann ihm nicht weiterhelfen und so bleibt Roverandom nichts anderes übrig als den Zauberer Artaxerxes selbst aufzusuchen und ihn um Verzeihung zu bitten. Dieser weilt mittlerweile auf dem Meeresboden im Palast des Meerkönigs (er hat sich in die Tochter verliebt). Wieder trifft Roverandom auf einen Hund, einem Meerhund, der ebenfalls den Namen Rover trägt.

Artaxerxes ist beim Meervolk nicht sonderlich beliebt und macht sich deshalb auf mitsamt seiner Frau auf wieder an Land zu gehen. Roverandom, der immer noch gerne den kleinen Jungen wiedersehen möchte, begleitet ihn dabei und bittet Artaxerxes an Land angekommen um die Rückverwandlung. Dieser ist daraufhin so gerührt, dass überhaupt noch jemand Vertrauen in seine Zauberkünste hat, dass er diesen Wunsch gerne erfüllt. So kommt es, dass Roverandom sich auf den Heimweg zu dem kleinen Jungen machen kann.

Tolkien verfasst dieses Buch für seinen Sohn und wurde erst 25 Jahre nach dem Tod des Schriftstellers veröffentlicht. Usprünglich war dies eine Geschichte, die Tolkien seinem Sohn erzählte, weil dieser selbst ein Spielzeug verloren hatte. Erst später wurde die Geschichte in schriftlicher Form verfasst.

Wer Tolkien liebt, wird auch dieses Hörspiel lieben. Liebevoll vorgetragen von Ulrich Noethen, der es versteht jedem Charakter seine eigene Stimme zu geben.

Rezension: NR. 8
2. Februar 2007

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