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Leonie Swann: Dunkelsprung

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Dies ist die Geschichte von Julius Birdwell, einem begnadeten Goldschmied und Flohdompteur, Elizabeth Thorn, einer hübschen Damit mit Hörnern am Kopf, Frank Green, einem Privatdetektiv mit einer übersinnlichen Spürnase, und einem Legolas, der sich zu einem grünen Drachen entwickelt. Somit wären die wesentlichen Helden dieses Buches kurz vorgestellt. „Dunkelsprung“ beginnt mit Julius‘ Sprung in die kalte Themse und wie er von einer hübschen Frau mit Fischschwanz gerettet wird. Und wie er verspricht, ihre Schwester aus den Fängen des berühmten Magiers Isaac Fawkes zu befreien. Auf der Suche nach dem Magier lernt er den Privatdetektiv Frank und die schöne Elizabeth kennen. Die Frau mit den Hörnern. Aber das wird Julius erst später herausfinden.

Julius brauchte einen Moment, um zu entscheiden, ob er es mit einem sehr jungen Mann oder einer Frau zu tun hatte. Frau, entschied er dann. Groß. Jung. Hager. Trotz der Frühlingswärme trug sie eine voluminöse grasgrüne Wollmütze, darunter guckte glattes pechschwarzes Haar hervor, etwas tiefer pechschwarze Augen und noch tiefer ein rosiger, wütend lächelnder Mund. Spitze Zähne. Blass. So etwas wie ein schwarzes bodenlanges Kleid am Leib. Eine dieser Gothics vielleicht?
Jedenfalls nicht die Bürgerwehr und bestimmt nicht Fawkes.

Sowohl der Privatdetektiv als auch die geheimnisvolle Frau mit den spitzen Zähnen und den Hörnern auf dem Kopf haben ihre Gründe, den Magier Fawkes zu finden. Frank hat von einer Frau mit Schlangenlocken den Auftrag bekommen, eine verschwundene Oma wiederzufinden. Und Elizabeth hat mit Fawkes noch etwas Spezielles vor:

„Wir werden bei Fawkes einbrechen. Und dann befreien wir alles, was befreit werden will. Und dann verstreuen wir Fawkes in alle vier Winde und verzehren sein Herz.“

Im Laufe der Geschichte kreuzen sich die Wege unserer Helden und zusammen erleben sie ein wirklich fantastisches Abenteuer, in dem auch ein mysteriöses grünes Wesen mit enormen Appetit eine wesentliche Rolle spielt.

„Dunkelsprung“ ist keine herkömmliche Fantasy-Geschichte. Und auch kein Märchen im traditionellen Sinne. Es dauert ein wenig, bis man sich in diesem Sack voller Flöhe zurecht findet, bis man kapiert hat, dass es hier auch um Fabelwesen gibt. Und dass man es mit einer vollen Ladung Fantastischem zu tun hat, die noch dazu mit Elementen aus Road Movie, Krimi und Liebesgeschichte angereichert wurde. Dieser Roman ist – aufgrund seiner Charaktere, seiner Handlung und seinem Wortwitz – ein ungewöhnlicher Spaß.

Rezension: NR. 331
[ssba]
23. Januar 2015

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