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Terry Pratchett: Die Farben der Magie

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„Die Farben der Magie“ ist der Ur-Beginn aller Scheibenwelt-Romane, das erste Buch, das uns in eine ver-rückte Welt und zu seinen ver-rückten Bewohnern entführt. Die Scheibenwelt ist – nomen est omen – ein flacher Planet, eine Scheibe, getragen von fünf Elefefanten, die auf einer überdimensionierten Schildkröte namens A’Tuin, stehen. Blöderweise ist es ausgerechnet der unfähige Zauberer Rincewind, der die Hauptrolle des ersten Buches spielt – Kenner der „Discworld“ wissen: das kann nichts Gutes bedeuten…. 

In Ankh-Morpork, der größten und dreckigsten Stadt der Scheibenwelt, lebt der Zauberer Rincewind, der wohl unfähigste Zauberer der ganzen Scheibenwelt. Sein Leben war bisher eigentlich in Ordnung, da total langweilig und ohne Überaschungen.

Dies ändert sich schlagartig, als der erste Tourist der Scheibenwelt, Zweiblum (Twoflower), von einem fernen Kontinent nach Ankh-Morpork kommt und Rincewind als Fremdenführer engagiert. Zweiblum ist erstaunlich naiv: Nichts mehr wünscht er sich als einen echten Barbaren treffen – dass dies seine Lebensdauer entscheidend verkürzen könnte, kommt ihm nicht in den Sinn.

Begleitet wird Zweiblum von einer Truhe, die hunderte von kleinen Beinen hat und prall mit Gold gefüllt ist. Das können sich die Diebe der Diebesgilde (nur lizensierte Diebe dürfen ihrem „Handwerk“ nachgehen) natürlich nicht entgehen lassen und nehmen den ersten Touristen – wie es sich gehört – ordentlich aus.

Mit den Scheibenwelt-Romanen ist es wie mit so manchen Männern: Sie reifen erst im Alter. Wer Pratchett noch nie gelesen hat, sollte eigentlich nicht zu diesem, ersten Buch der Schweibenwelt greifen. Schon allein weil TOD noch nicht der Charakter ist, der er später sein wird und noch ziemlich fad daher kommt. Hier empfehle ich Alles Sense! als Einsteiger-Literatur.

In „Farben der Magie“ wird zwar das Grundkonzept der Scheibenwelt erklärt (das kann man aber ohnehin fast in jedem Buch nachlesen), das gewisse Etwas fehlt jedoch. Für jene, die Pratchett schon kennen, ist dieses Buch ein Retro-Trip, das man wohl – als echter Fan – mal gelesen haben muss.

„Die Farben der Magie“ ist zum ersten Mal 1985 unter dem Titel „Die Farben der Fantasie“ in deutscher Fassung erschienen und gibt’s auch als Scheibenwelt-Comic.

Rezension: NR. 80
[ssba]
13. Januar 2008

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