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Christiane Kördel: Seezeichen 13

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Christiane Kördels Krimi-Komödie „Seezeichen 13“

In dieser romantischen Krimi-Komödie ermittelt Ines Fox aus Konstanz am Bodensee. Obwohl „ermitteln“ hier nicht das richtige Wort ist. Die Werbefachfrau mit den roten Haaren und dem lockeren Mundwerk stolpert eher über sämtliche Verbrechen, die sich in ihrem Heimatort abspielen. Bis sie selbst – vor lauter Neugier – ganz und gar darin verstrickt ist und plötzlich die Hauptverdächtige in einem Cybercrime-Fall ist.

Sommer, Sonne und der Bodensee: Was sich nach Urlaub anhört, ist Ines‘ Lebensmittelpunkt. Zusammen mit ihrem Hund Santo ist die 30-Jährige gerade in eine neue Wohnung gezogen, beschäftigt sich noch mit der laufenden Diät und ihrer Web-Agentur Foxinet. Als sie beim morgendlichen Joggen an einem Samstag ein blutbeflecktes Paar Highheels am Ufer des Bodensees findet, denkt sie gleich an das Schlimmste. Doch da ist weit und breit keine Leiche zu finden. Auch nicht im Casino, wo in der Nacht zuvor eingebrochen wurde und dem Ines in Begleitung ihrer Journalisten-Mutter einen Besuch abstattet. Nicht, dass Ines auf der Suche nach Leichen wäre. Oder ungeklärten Verbrechen. Nein, Ines ist einfach nur furchtbar neugierig und einem Abenteuer nicht abgeneigt.

Wieso reite ich mich durch meine geistige Gefräßigkeit, meine pathologische Neugier immer wieder in etwas hinein? Wieso kann ich nicht einmal die Klappe halten, nicht einmal die Augen schließen, oder wenigstens diskret zur Seite gucken? Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen!

Dass sie selbst in einen Kriminalfall verwickelt ist, wird ihr erst später klar. Nämlich als einer ihrer Mitarbeiter abgestochen und als Wasserleiche aus dem Bodensee gezogen wird. Ab da geraten Ines und ihre Firma Foxinet nämlich ins Kreuzfeuer krimineller Cyber-Spionage. Wem kann sie jetzt noch trauen? Dem ermittelnden Kommissar, der ein Freund ihrer Mutter ist? Ihrem Ex-Freund, der Experte für Cyber-Kriminalität beim BKA? Oder ihrer neuen Nachbarin, der betörenden Yata? Hat ein weiterer Mitarbeiter von Foxinet ebenfalls seine Computer-Finger im Spiel?

Dieses Buch lebt durch seine Protagonistin Ines. Durch die Ich-Perspektive erfährt der Leser, was und vor allem wie Ines denkt. Dadurch gewinnt die Protagonistin an Authentizität und man fühlt sich schnell mit ihr verbunden. Gleichzeitig erzeugt die Autorin damit Spannung: Man weiß lange nicht, woran Ines ist und wer welche Rolle in diesem verzwickten Fall hat. So fiebert der Leser in der einen Minute noch mit der quirligen Hauptdarstellerin mit und versucht hinter das Rätsel um Datenklau und Firmenkonglomerate zu kommen, um im nächsten Moment laut loszulachen, wenn Ines mit amüsanter Selbst-Ironie über ihr Handeln reflektiert. Christiane Kördel findet die richtige Balance zwischen Spannung und pfiffiger Unterhaltung mit charmanter Romantik. „Seezeichen 13 – Eine Bodensee Krimi-Kömodie“ ist genau das, was das ansprechende Cover und der Titel versprechen: eine spritzige regionale Geschichte, mit viel Wortwitz und Lokalkolorit geschrieben, die Lust auf eine weitere Folge macht. Das Buch ist als E-Book und auch in gedruckter Form mit 448 Seiten erhältlich.

Die Mission der Autorin Christiane Lördel ist es den Leser abtauchen und erfrischt wieder auftauchen zu lassen. Christiane Kördel wurde in Konstanz am Bodensee geboren, ist dort aufgewachsen und geblieben. Sie studierte Verwaltungswissenschaften und ist jetzt Mitinhaberin und Geschäftsführerin eines Softwareunternehmens. Christiane schreibt Krimikomödien, weil sie die selbst gerne liest und die Welt schon ernst genug ist. Christiane lebt mit Mann und Hund in Konstanz am Bodensee.

Rezension: NR. 353
7. März 2016

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