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David Osborn: Jagdzeit

„Jagen, das ist ein guter sauberer Männerspaß“: Drei befreundete Männer haben ein gemeinsames Hobby. Einmal im Jahr fahren sie, ohne Kinder und Ehefrauen, für zwei Wochen auf Urlaub. Ein Urlaub der besonderen Art, denn in einer abgeschiedenen Hütte irgendwo in Kanada tun sie nichts anderes als saufen und jagen. Ihre Beute gabeln sie bereits schon während der Fahrt zum beschaulichen Ferienort auf: Vorzugsweise Pärchen, die auf Raststätten gekidnappt und in den einsamen Wäldern ausgesetzt werden. Und dann wird auf das Freiwild – zwecks Gaudi – so richtig Jagd gemacht. Amerikanisches 70-er Jahre Psycho-Halali.
Schnaps, Sex und eine Puffn in der Hand sind für Ken, Greg und Art – typische Vertreter der amerikanischen Upper-Class – eine willkommene Abwechslung vom „american way of life“. Die drei sind seit dem College dick befreundet und teilen so manches Geheimnis, das weder die Ehefrauen und schon gar nicht die Polizei wissen dürfen. Und erst richtig Spaß haben die Freunde, wenn sie während ihrer Ferien ordentlich die Sau raus lassen. Aber ihre ziemlich verabscheuungswürdige Freizeitgestaltung muss des Plots wegen ein Ende haben und nach erfolgreicher Jagd sind plötzlich die Jäger die Gejagten.

Die Handlung mag uns in den heutigen Zeiten nicht unbedingt vom Hocker reißen, vielleicht hat auch der eine oder andere den gleichnamigen Film bereits gesehen (1974, u.a mit Peter Fonda). Aber trotz moderner, schweißtreibender Psycho-Thriller schafft es dieser vor 40 Jahren erschienene Roman auch heute noch eine mitreißende Spannung aufzubauen und gewisse Schock-Effekte sind einem sicher.

Rezension: NR. 163
22. Februar 2010

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