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Audrey Niffenegger: Die Frau des Zeitreisenden

Als Henry seine Frau kennenlernt ist er 36, Clare ist sechs Jahre. Als Claire Henry das letzte Mal sieht, ist sie 82 und er 43. Das mag zunächst verwirrend klingen, ist es aber nicht. „Die Frau des Zeitreisenden“ beschreibt die Beziehung einer Frau mit einem Mann, der aus der Zeit gefallen ist.

Henry kommt und geht in Clares Leben, ohne Chronologie und ohne Ankündigung. Henry leidet an einer genetischen Anomalie – dem „Chrono Syndrom“, die ihn aus seiner gegenwärtigen Welt verschwinden, irgendwann und irgendwo anders auftauchen und nach kurzer Zeit wieder in sein ursprüngliches Raum-Zeit-Gefüge zurückkehren lässt. Clares Leben verläuft dagegen linear und konzentriert sich auf das Warten auf Henry.

Der Roman besteht aus tagebuchartigen Einträgen, die das Zusammentreffen von Henry und Clare beschreiben. Die Einträge sind im Buch nicht chronologisch geordnet, jedoch mit Datum und Alter der Protagonisten versehen. Das gesamte Konstrukt des zeitlichen Hin und Hers ist hervorragend durchdacht und wird sehr gut erzählt.

Gerade aus diesem Grund zieht das Buch den Leser in die Tiefen der Liebegeschichte von Clare und Henry immer weiter hinein – eine Liebesgeschichte, die romantisch, manchmal erotisch, und bewegend ist. Das Buch ist kein typischer Zeitreisenroman und auch kein typischer Liebesroman. Bis zur letzten Seite bleibt das Buch aufregend und fesselnd und trotz der Zeitsprünge ist es nicht anstrengend zu lesen. Absolut empfehlenswert.

Rezension: NR. 12
11. Februar 2007

Deine Meinung über dieses Buch:

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  • Bettina Grub sagt:

    Mir haben die Vorgängerbücher besser gefallen. Hier wird meiner Meinung nach die Hauptperson zu übertrieben, zu überspannt dargestellt. Schade eigentlich, dass sie den Kluftinger nicht weiter entwickelt haben.

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