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Heleen van Royen: Göttin der Jagd

In den Niederlanden war „Göttin der Jagd“ der meistverkaufte Roman des Jahres 2003. Geschrieben wurde er von der 38-jährigen Kolumnistin (Cosmopolitan, Marie Claire) Heleen van Royen. Das Buch mit der Erdbeernymphomanin vorne drauf ist rasant, witzig und erotisch. Ein unterhaltsames Buch für einige Stunden auf der Couch.

Diana de Wit ist glücklich verheiratet, liebt ihren Mann Oscar. Und ihre zweijährigen Zwillinge Jesse und Daniel. Aber auch den Sex mit ihrem Lover Tim. Und die wilden Internet-Spiele mit dem knackigen Joshua. Bis sie in einen Konflikt gerät, vor dem es kein Ausweichen gibt … Heleen van Royen erzählt von der modernen 34-jährigen Diane de Wit, die glücklich verheiratet ist, als Teilzeit-Managerin arbeitet, zwei Liebhaber hat, Zwillinge großzieht und schwanger ist.

„Göttin der Jagd“ liest sich wie eine Kolumne in einer der Hochglanzmagazine für Frauen, was einen nicht wundern sollte, denn die Autorin kommt aus diesem Genre. Das macht das Buch zu einer spritzig-leichten Lektüre mit erotischem Beigeschmack. Das Buch hat eine Menge Wortwitz und ist schonungslos ehrlich. Van Royen provoziert durch Kontroversen.

Es wäre eine perfekte Sommerlektüre für den Strand, wäre da nicht das befremdende Ende. Denn zwei Stunden nach der Abtreibung (wie ist das möglich?) findet sich Diana wieder im erotischen Spiel mit ihrem jugendlichen Liebhaber. „Auf Vergnügen war Schmerz gefolgt. Auf Schmerz muss Vergnügen folgen“, so lautet die etwas seltsame Weisheit letzter Schluss.

Rezension: NR. 10
7. Februar 2007

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