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Stefan Lamboury: Leben und Tod Kurzgeschichtensammlung

leben und tod

Mike zieht gemeinsam mit seiner Frau und seinem Sohn in geheimnisvolles Schloss, doch schon bald müssen sie feststellen, dass in den Mauern des Schlosses eine unheilvolle Macht lauert, die schon bald ihre Seelen in ihren Besitz zu bringen droht.

Karin erhält von einem Unbekannten mehrere Pakete mit makaberen Inhalt und schon bald muss sie feststellen, dass es sich um mehr als nur einen makaberen Scherz handelt.

Sally ist schwer krank, ihr Ehegatte steht ihr während dieser schweren Zeit bei, doch langsam wird klar, dass es vor Krankheit kein Entrinnen zu geben scheint.

Die Analphabetin Hanna ist wegen grausamer Verbrechen während der NS Zeit zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden, als sie jedoch plötzlich wegen guter Führung vorzeitig entlassen werden soll, fast sie einen folgenschweren Entschluss.

Leseprobe:

Ein geheimnisvoller Unbekannter:

Es kam mit der Morgenpost: ein ganz normal aussehendes Paket in braunem Packpapier und verschnürt mit derber Doppelschnur. Es unterschied sich in nichts von den Tausenden anderer Pakete, wie sie die Postboten tagtäglich austragen. Mit diesem aber hatte es eine besondere Bewandtnis – eine ganz besondere. Das Paket erhielt keinen Absender, lediglich Karins Name und Adresse waren angeben.
Karin war Anfangs ein wenig verdutz, sie konnte sich keinen Reim darauf machen, wer ihr ein Paket schicken könnte? Sie holte ein Messer aus der Schublade und begann langsam die Schnur zu zertrennen. Nachdem die Schnur zertrennt war öffnete Karin aufgeregt das Frachtgut. Hastig klappte sie die Deckel zur Seite. Sie konnte vor Aufregung sogar ihren Herzschlag spüren. Im Inneren befand sich ein DINA4 Blatt, welches säuberlich zusammengefaltet war. Karin nahm den Zettel heraus, und faltete ihn auseinander. Auf dem Papier stand in roter Schrift:

Überraschung!

Sie legte den Zettel beiseite und sah hinein, doch was Karin erblickte versetzte sie in Entsetzen. In dem Paket befand sich eine tote Ratte. Karin hielt sich die Hand vor dem Mund, um einen Schrei zu unterdrücken, anschließend nahm sie das Paket wie auch den Zettel und warf alles in den Müll. Als Karin, wieder ins Haus ging, klingelte das Telefon.
Nachdem sie den Hörer abnahm, meldete sich am anderen Ende eine Stimme die sagte:
„Warum wirfst du mein Geschenk in den Müll?“
Karin war nach dieser Nachricht ein paar Sekunden wie gelähmt, dann antwortete sie:
„Wer sind Sie und was wollen Sie von mir? Ich werde die Polizei rufen.“
Karin hörte aber nur ein monotones Tuten am anderen Ende des Hörers. Sie legte auf und wählte ein paar Sekunden später die Nummer der Polizei
Kurz darauf meldete sich auf der andren Seite eine Stimme die sagte:
„Polizei Notruf was kann ich für Sie tun?“
„Karin Bauer mein Name, ich werde belästigt.“
„In wie fern werden Sie belästigt?“
„Ich habe heute ein anonymes Paket erhalten. Da- da drin befand sich eine tote Ratte mit einem Zettel auf dem Überraschung stand.“
„Hat Sie jemand angegriffen?“
„Nein aber nachdem ich das Päckchen wie auch die Ratte entsorgt hatte, bekam ich einen anonymen Anruf, irgendjemand beobachtet mich. Er hat mich gefragt warum ich sein Geschenk in den Müll geschmissen hätte?“
„Hat man Sie körperlich angegriffen?“
„Nein.“
„Dann können wir leider nichts unternehmen.“
„Bitte Sie müssen mir helfen, bitte schicken Sie mir ein paar Beamten vorbei.“
„Ohne eine konkrete Straftat, können wir Ihnen niemanden schicken.“
„Draußen läuft ein Verrückter rum und Sie wollen mir erzählen Sie können nichts unternehmen?“
„Solange keine Straftat vorliegt nein.“
„Vielen Dank für Ihre Hilfe und dann heißt es immer die Polizei dein Freund und Helfer.“
Mit diesen Worten knallte Karin den Hörer auf.
Am nächsten Morgen erhielt sie erneut ein Paket ohne Absender. Wieder öffnete Karin langsam mit einem Messer das Paket, auch in diesem befand sich ein weißer Zettel. Auf diesem stand:

Deine Zeit läuft ab.
Die Nachricht ließ Karin das Blut in den Adern gefrieren. Unter dem Zettel befand sich eine Puppe, die aussah wie sie selbst. Man hatte der Puppe die Haare abgeschnitten und das Gesicht war anscheinend von einem Messer oder ähnliches völlig entstellt worden.
Ein Auge war ausgestochen worden. Karin nahm die Sachen und warf sie in den Müll. Einen Augenblick später klingelte erneut das Telefon. Als sie den Hörer abnahm, meldete sich eine Stimme die sagte: „Warum wirfst du mein Geschenk in den Müll? Dafür wirst du bezahlen.“
Panik stieg in Karin auf, sie zitterte am ganzen Körper, fing an zu weinen und rief:„Ich werde die Polizei rufen!“
Doch am anderen Ende war niemand mehr. Plötzlich hörte sie ein Klirren. Karin drehte sich um, jemand hatte das Wohnzimmerfester eingeschlagen. Scherben und Glassplitter lagen quer verteilt auf dem Fußboden. Ein großer Mann von kräftiger Statur stand in ihrem Wohnzimmer, er war schwarz gekleidet, sein Gesicht hatte er mit einer Skimaske verhüllt. In der rechten Hand hielt er ein Messer.
„Jetzt bist du dran du Schlampe.“ , sagte der Mann.
Für einen Moment war Karin wie gelähmt, ihr Gesicht wurde kreidebleich, doch dann rannte sie in Richtung Haustür. Ihr Herz raste in der Brust, sie schrie um Hilfe, während der Einbrecher ihr folgte. Karin schaffte es die Haustür zu erreichen, kalter Angstschweiß lief ihr von der Stirn. Ihr Verfolger erreichte sie, packte sie mit einer Hand an den Haaren und zog sie an sich heran. Karin stand Todesängste aus, ihre Kehle war wie zugeschnürt, ihr Herz schien für einen Moment auszusetzen. Er setzte ihr das Messer an den Hals. In Sekundenbruchteilen lief Karin ihr gesamtes Leben noch einmal wie in einem Film vor Augen ab. Irgendwie gelang es ihr dem Täter einen Tritt gegen das Schienbein zu verpassen. Der Mann ließ das Messer vor Schmerz fallen. Wie im Trance griff Karin nach der Waffe und jagte es ihm mit voller Wucht in die Brust. Er fing an zu taumeln, gab einen schmerzenden Laut von sich, bis er mit einem dumpfen Aufprall zu Boden fiel, wo er regungslos liegen blieb.

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Der Autor:

Stefan Lamboury wurde 1982 im Ahauser Krankenhaus geboren, nach der Schule ging er im August 2000 in ein Berufsbildungswerk, wo er an einem Förderlehrgang F1 teilnahm. Im Januar 2002, begann er im Benediktushof Maria Veen eine Ausbildung zur Bürokraft, welche im Jahre 2005 erfolgreich abschloss. Kurz darauf begann Stefan Lamboury ein Fernstudium im Bereich Belletristik, welches im Dezember 2007 erfolgreich absolvierte. Noch während seines Studiums veröffentlichte Stefan Lamboury erste Kurzgeschichten in Zeitschriften und diversen Ebookverlagen. Zuletzt erschien seine Fantasienovelle Illusionen der Macht bei BOD

Rezension: NR. 217
3. Februar 2011

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