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Suzanne Collins: The Hunger Games

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Im Staat Panem, der in 12 Distrikte eingeteilt und von der restlichen Welt durch hohe Elektro-Zäune getrennt ist, gibt es einmal im Jahr ein gesellschaftliches Highlight zur Demonstration von Macht und Horror. Zu den „Hunger Games“ werden pro Distrikt per Los ein Mädchen und ein Bursch zwischen 12 und 18 ausgewählt. Die 24 Jugendlichen, die Tributes, werden in eine Freilichtarena geschickt, in der es nur eine Regel gibt: Es darf nur einer überleben. Für elf Spieler bedeuten die Hunger Games das Todesurteil und nur für einen Triumph und Wohlstand für die Zukunft.

Dieses Buch beginnt knapp vor dem Entscheid, wer bei den Spielen mit dabei ist. Ganz Panem wirft sich in Schale, um dieses Medien-Event zu zelebrieren. Auch die 16-jährige Katniss und ihre 12-jährige Schwester Prim, die bei der Auslosung zum ersten Mal dabei ist. Das Los zieht Prim als Vertreterin für den 12. Distrikt. Ihre Schwester zögert keinen Moment, um das Unerwartete zu tun: Sie geht als Ersatz für Prim in das Rennen. Als männlicher Vertreter ihres Distrikts wird der Sohn des Bäckers, Peeta, gezogen. Zusammen mit ihrem Mentor, dem versoffenen Haymitch Abernathy, und ihrer affektierten Betreuerin Effie reisen sie zum Kapitol, dem Regierungssitz der Diktatur.

„Katniss, it’s just hunting. You’re the best hunter I know, “ says Gale.

„It’s not just hunting. They’re armed. They think,“ I say.

„So do you. And you’ve had more practice. Real practice,“ he says. „You know how to kill.“

„Not people,“ I say.

„How different can it be, really?“ says Gale grimly.

The awful thing is that if I can forget they’re people, it will be no different at all.

Bevor die eigentlichen Spiele beginnen, stehen Katniss und Peeta erstmal der Öffentlichkeit gegenüber: Bei einer Wagenparade müssen sich die beiden präsentieren, in Interviews die richtigen Antworten geben und auf den riesigen Flatscreens hübsch aussehen und immer lächeln. Zu leicht täuschen die Medien über die Grausamkeit und Brutalität der Spiele hinweg und auch Katniss lässt sich von dem Glamour des Festes betören. Zudem gesteht Peeta in einem Interview vor laufender Kamera seine Liebe zu ihr. Doch als am letzten Tag vor Beginn der Spiele das Training mit den Waffen beginnt, schlägt die Realität zurück. Während Katniss noch damit beschäftigt ist, vor der Jury und potenziellen Sponsoren eine gute Figur mit Pfeil und Bogen zu machen, tüfteln Peeta und Haymitch an einer Strategie, die ihnen das Leben retten soll. Und dann sehen sich die beiden nur noch kurz in der Arena bevor sich ihre Wege trennen.

Die Autorin zeichnet eine düstere Vision der Zukunft: Die Bewohner des Staates Panem leiden unter einer Diktatur, die sie an so kurzer Leine hält, dass Selbstverständlichkeiten, wie Nahrung und Strom, zum Luxus werden. Nicht nur, dass Panem von der Außenwelt komplett abgeschottet wird, sind auch die 12 Distrikte durch Zäune voneinander getrennt.

Nur zu den alljährlichen Hungerspielen, einer ultimativen Realityshow, werden Heiterkeit und Gaudium geheuchelt. Suzanne Collins liefert ein gut durchdachtes Setting, das durch seine Kompromisslosigkeit den Leser in den Bann zieht. Zudem hat sie diesen Roman mit zugänglichen Charakteren ausgestattet. In Katniss haben wir eine furchtlose und ehrenwerte Heldin, die nur noch von Peeta getoppt wird.

„The Hunger Games“ ist der Auftakt einer Trilogie. „Gefährliche Liebe“ und „Flammender Zorn“ erzählen mehr über Katniss, Peeta und Panem.

Rezension: NR. 281
[ssba]
2. August 2012

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