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Ann-Kathrin Karschnick: Rack (1)

RACK

Mit dem ersten Teil dieser Steampunk-Serie erwartet euch eine Welt der dampfbetriebenen Droschken, Velocars, Gastlaternen, Chronographen und Luftschiffe. Es fehlen auch nicht die berüschten und ausladenden Röcke, die kunstvollen Hocksteck-Frisuren und den dazu passenden Helden. Rack ist zwar ein abgehalfterter Detektiv mit finanziellen Problemen, mit seinem bärbeißigen Charme findet er trotzdem schnell seinen Platz im Herzen der Leser. Ihm auf den Fersen folgt sein junger Assistent, die kluge kleine Nervensäge Theo. Selbstverständlich können die beiden nicht einfach losziehen, ohne auf einen Kriminalfall zu stoßen. Denn da wo ein Detektiv auftaucht, passieren auch Verbrechen. Eine Bombe explodiert am Boden einer Droschke, inmitten der viktorianischen Stadt Victoria.

RACK Zitat
Die in der Droschke sitzende Lady wird vor der Detonation natürlich von Rack gerettet und Theo auf die Fährte eines flüchtenden Mädchens gesetzt. So hat Rack inzwischen Zeit Lady Cunningham seine Dienste als Privatdetektiv anzubieten, um einerseits das Rätsel des Bombenanschlags zu lösen und andererseits die Büro-Kasse aufzubessern. Die hübsche Lady nimmt Racks Angebot an, aber nur unter einer Bedingung: Die abenteuerlustige Dame begleitet ihn bei seinen Ermittlungen. Rack ist selbstredend davon gar nicht begeistert, zumal sämtliche Ablenkungsmanöver kläglich scheitern. Währenddessen kümmert sich Theo um die Attentäterin und versucht sie über das Geschehen auszufragen. Doch das ist schwieriger als gedacht, denn das Mädchen kann sich an nichts mehr erinnern. Das Quartett beginnt zu ermitteln und geraten in die korrupten Machenschaften der Unterwelt Victorias.

„Rack“ ist eine kurzweilige und unterhaltsame Detektivgeschichte. Die erste Episode ist Auftakt zu einer Serie, die auf sechs Teile angelegt ist und bis Ende des Jahres nach und nach veröffentlicht wird. Und er macht definitiv Lust auf mehr: Die Autorin entfaltet in einem flotten Stil eine spannende Handlung, wechselt die Erzählperspektive kapitelweise zwischen Rack und Theo ab und offenbart gegen Ende ein mysteriöses Geheimnis um Rack. Einziges Manko: Die Geschichte ist etwas zu kurz – manches hätte durchaus etwas Ausführlicher beschrieben werden können. Die weiteren fünf Teile sind bereits auf Amazon gelistet und können vorbestellt werden. „Rack“ ist im Papierverzierer Verlag erschienen.

Rezension: NR. 347
[ssba]
13. Februar 2016

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