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Anonymus: Drei Killer für ein Halleluja

drei Killer für ein Halleluja

„Ein abgefahrener Höllenritt im Namen des Heiligen Vaters“ garantiert der Klappentext. Das ist nicht zuviel versprochen. Hier erwartet euch eine Splatter-Show aus Blut, Witz und schrägen Charakteren. Was für ein geiler Scheiß!

Der Rote Irokese – wir haben ihn als „Psycho Killer“ bereits in Action erlebt, ist wieder im Einsatz. Und mit ihm alte Bekannte aus der Buch-ohne-Namen-Reihe: der unvergleichliche Rodeo Rex, der legendäre Elvis und der gefürchtete Bourbon Kid. Zusammen sind sie die „Dead Hunters“. Ihr Auftrag: Sie müssen ein Attentat auf seine Heiligkeit, den Papst, verhindern.

„Rex hat gesagt, man würde euch die Dead Hunters nennen. Ihr jagt Killer und macht sie tot. So hat er es ausgedrückt.“

Elvis lächelte. „Ha! Er hat schon immer versucht, sich einen Namen für uns auszudenken. Leider ist alles, was ihm einfällt, total daneben.“

„Ich finde, Dead Hunters ist echt ein cooler Name!“

Elvis zuckte die Achseln. „Dann behalten wir ihn vielleicht.“

„Also, was treibt ihr Typen denn so alles? Und was wollt ihr vom Roten Irokesen?“

„Darf ich auch mal an dieser Kippe ziehen?“

„Klar, Süßer.“ Jasmine reichte ihm die Zigarette. Er nahm einen Zug und gab sie ihr zurück.

„Wir jagen alles und jeden, von dem wir denken, dass er in die Hölle gehört. Dann sorgen wir dafür, dass er auch dort landet.“

„Wow! Ihr denkt also, dass der rote Irokese in die Hölle gehört?“

„Rex denkt es. Man erzählt, der Rote Irokese hätte ein Problem mit der katholischen Kirche und werde deshalb versuchen, den Papst zu ermorden.“

„Wer ist der Papst?“

„Er ist so eine Art Aushängeschild für die Kirche.“

„Das weiß ich“, sagte Jasmine. „Aber wie heißt er wirklich?“

„Ich hab keinen Schimmer“, antwortete Elvis. „Er ist wie Batman oder James Bond, sie tauschen alle paar Jahre den Darsteller aus. Fällt schwer, am Ball zu bleiben.“

„Möchte ihn der Rote Irokese vielleicht deshalb umbringen? Möchte er selbst Papst werden?“

„Das ist eine Möglichkeit.“

Der Prolog beschreibt, wie ein Tankwart enthauptet wird und ein Junge bei den Klängen zu „Stille Nacht“ die Ermordung seiner Eltern miterlebt. Danach stirbt eine Nonne in einem Lokal. Dann wird der Leser mit der Vision der Mystischen Lady „Der Papst wird in einer Woche ermordet“ konfrontiert.

Das erste Kapitel: Die Chefin der Phantom Operations hat Kopfschmerzen, schmeißt ihren Mitarbeiter Devon Pincent aus dem Team, und muss eine Lösung für eine bevorstehende Katastrophe finden: Der berüchtigte Rote Irokese soll den Papst ausgerechnet bei einer karitativen Weihnachtsfeier ermorden.

Kurze Sätze mit rotzigen Dialogen, verrauchte Bars, versiffte Motels und durchgeknallte Charaktere, die sich alles erlauben, was Gott verboten hat: Der unbekannte Autor schreibt Splatter mit Stil und Witz. Wer noch nie Bücher von Anonymus gelesen hat und jetzt neugierig geworden ist, dem sei ans Herz gelegt, mit dem Anfang zu beginnen. Nicht weil man dieser Geschichte nicht folgen könnte. Nein. Weil dieses Buch dann nur halb soviel Spaß macht. Ich empfehle euch zuerst die komplette „Bourbon Kid – Reihe“ zu lesen. Danach „Psychokiller“ und „Drei Killer für ein Halleluja“.

Rezension: NR. 361
27. November 2016

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