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A. Lee Martinez: Zu viele Flüche

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Margle der Schreckliche ist ein Zauberer. Er ist einer der besten seines Fachs, einer der gefürchtetsten und einer, der gerne sammelt. Am liebsten monsterhafte Schreckgestalten und Menschen, die er im Laufe seines Lebens verflucht und in seltsame Erscheinungsformen verwandelt hat. Aber nicht nur weil Margle so tyrannisch ist, wünschen sich alle seinen Tod. Denn wenn Margle stirbt werden auch die Verfluchten wieder zu Menschen. Der Zufall kommt ihnen in Form eines Nurgax zu Hilfe. Nurgaxe sind seltene Tiere, die das erste Wesen, das sie nach dem Schlüpfen erblicken, verschlingen. Dem zweiten Wesen aber sind sie treu ergeben. Margle, der eines Tages mit einem Nurgax-Kern heimkehrt, hat seine Haussklavin Nessy dazu auserkoren, vom Nurax gefressen zu werden. Aber sein Plan geht schief: Schlussendlich landet er selbst als erstes Futter im Magen des Nurax und die Koboldin ist es, die er von nun an treu ergeben ist. Der Zauberer ist tot und alle freuen sich? Nein, denn die Flüche bleiben bestehen und die wirklichen Probleme fangen jetzt erst an. Die kleine pflichtbewusste und hilfsbereite Koboldin Nessy muss sich um alles kümmern und wird dafür mit einem Fußtritt von ihrem Meister belohnt. Sie hält nicht nur das gesamte Schloss in Schuss, sondern kümmert sich auch um die Verfluchten, die der Zauberer verwandelt hat. Aber Nessy hat auch Freunde, die ihr zur Seite stehen: Der Zehn-Zentimeter Flughund Sir Thedeus, das unsichtbare Gespenst Echo oder das Monster Gareth, der unter ihrem Bett lebt und dem sie aus Büchern vorlesen muss.

Das Margle von einem Nurax gefressen wird, ändert leider nichts an der Situation der Verfluchten und sie ahnen, dass Margle schon allein deshalb nicht tot sein kann. Für Nessy ändert Margles Tod nicht sonderlich viel, denn die im Keller lebenden Monster wollen trotzdem Innereien und untote Gliedmaßen zum Mittagessen haben und auch das Blut der weinenden Mauer muss weggewischt werden.

Erst als eine andere, mächtige Zauberin an die Tür klopft und Ansprüche auf das herrenlose Schloss stellt, erkennt Nessy ihre magischen Fähigkeiten. Sie beginnt zu kämpfen, nicht nur für sich selbst, sondern auch für jene, die im Schloss zu Hause sind.

A. Lee Martinez ist bekannt dafür, dass er Fantasy-Literatur unkonventionell, kreativ und mit Humor umsetzt. Der Leser lernt Figuren kennen, die nur im entferntesten oder gleich gar nicht an traditionelle Fantasy-Gestalten erinnern.

Rezension: NR. 241
8. August 2011

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