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Christopher Moore: Ein todsicherer Job

Charlie Asher ist ein durchschnittlicher, langweiliger, chaotischer und liebenswerter Mann (ein Beta-Männchen) und hat einen Secondhand-Laden in San Francisco. Der Schicksal trifft ihn als seine Frau Rachel bei der Geburt ihres ersten Kindes Sophie stirbt. Über Nacht ist Charlie Vater und Witwer. Und darüber scheint er den Verstand zu verlieren – anders kann er sich das mehrmaligen Auftauchen des Mannes in Minzgrün nicht erklären. Es stellt sich heraus, dass Charlie für eine neue Aufgabe als Seelenvermittler auserkoren worden ist: Er muss Seelenschiffchen gerade Verstorbener einem neuen Träger überführen. Ein todsicherer Job!

Dabei hilft ihm ein sich selbst akualisierender Kalender, der ihm genau Bescheid gibt, wer wann im Begriff ist zu sterben. Zu Anfang stresst ihn das ziemlich her, aber bald bekommt er seine Sache gut in den Griff. Doch die Konkurrenz ist ihm auf den Fersen: Gullyhexen haben es auf ihn, seine Tochter und auf die rotglühenden Seelenschiffchen abgesehen. Hilfe bekommt Charlie von seinen Freunden (ein Grufti, ein paranoider Ex-Cop, ein verrücketer Sandler, ein äußerst attraktive Buddhistin, zwei babysittende Nachbarinnen, eine Horde Hörnchenmännchen), zwei entzückenden riesigen Höllenhunden („Wauwis“). Seine lesbische Schwester und auch der Minzstengel Minty Fresh unterstützen Charlie beim mystisch-martialischen Kampf um das Gute. Ein „Illuminatus“ wird die Welt retten und natürlich glaubt Charly, er sei die Reinkarnation des Lichtbringenden….

Obwohl Anfang und Ende eher traurig stimmen – alles dazwischen ist witzig und unterhaltend. Die Charaktere und ihre kleinen Eigenheiten werden von Christopher Moore pointiert dargestellt, der Plot ist mit viel Galgenhumor und Ironie erzählt. Freunde von Terry Pratchett und Douglas Adams können getrost ihre Nase in dieses Buch reinstecken.

Christopher Moore: Lange Zähne

Rezension: NR. 21
11. März 2007

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„Dies ist ein derber Schwank, randvoll mit entbehrlichem Beischlaf, Mord, allerlei Maulschellen, Verrat und einem ehedem ungeahnten Maß an Geschmacklosigkeit und Profanität, fürderhin unüblicher Grammatik, getrennten Infinitiven, und hier und da einem Onanisten. Solltet Ihr Euch an derlei stören, dann – edler Leser – wandelt Eures Weges, denn unser Streben gilt allein der Unterhaltung, nicht der Kränkung. Wenn Ihr aber glaubt, solcherlei könnte Euch Freude bereiten, dann haltet Ihr genau das rechte Buch in Händen!“ mehr lesen …

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