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Marita Sydow Hamann: Die Erben der Alten Zeit – Der Thul

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Die Erben der alten Zeit – der Thul

Dieses Buch ist der zweite Band der „Die Erben der Alten Zeit“-Trilogie aus der Feder der schwedischen Autorin Marita Sydow Hamann. 

Charlies Abenteuer geht weiter: Odens Giftanschlag knapp entronnen, erholt sie sich zusammen mit ihren Freunden Tora, Kunar und Biarn im Reich der Schwarzelfen auf Godheim. Biarn unterrichtet sie nicht nur in Magie, sondern auch im Zweikampf. Sie weiß, dass sie alle Kraft brauchen wird, um sich von Oden ihr magisches Amulett wieder zu holen. Das fehlende Amulett, das das Reisen zwischen den Welten ermöglicht, ist aber nur ein Problem von vielen, mit dem sich die tapfere Gruppe auseinandersetzen muss. Hanna, Charlies Freundin, ist auf Odens Burg Asgard gefangen.

„Es muss zusammengeführt werden, was zusammengehört. Es muss gekämpft werden, gegen die unendlich scheinende Kraft des Bösen. Die Erwählten müssen sich erst selber finden. Die rechtmäßigen Erben des Throns sollen Verbündete suchen. Hilfe kommt aus dem Nebel und das Volk wird sich voller Hoffnung erheben, um den letzten Kampf zu führen, der über Versklavung und Freiheit entscheiden!“

Der Plan, Hanna aus den Klauen des bösen Magiers zu befreien, ist so einfach wie verwegen: Alle sieben Jahre wird auf Godheim das „Große Rennen“ veranstaltet. Der erste Preis ist die Begnadigung eines Sklaven oder Gefangenen. Doch wie soll Charlie dorthin gelangen und wie soll sie bei diesem Rennen teilnehmen? Eigentlich hat sie vor, so schnell wie möglich aufzubrechen, doch ihre Visionen und Träume lassen sie anders entscheiden. Zuerst muss sie die junge Frau Sora suchen. Jene Frau, die den dritten Teil des Amuletts besitzt. Auf ihrer Reise zu Sora trifft Charlie auf den geheimnisvollen Thul, einem Geschichtenerzähler, der sich ihrer Reisegesellschaft anschließt.

War der erste Teil der Trilogie „Die Erben der alten Zeit“ schon packend erzählt, im zweiten Teil setzt die schwedische Autorin Marita Sydow Hamann noch eines drauf. Durch die wechselnden Erzählperspektiven (Charlie/Sora/Hanna) und Handlungsorte (Schweden/Godheim/Asgard) verdichtet sich die Geschichte zusehends. Zudem überrascht die Autorin mit neuen Charakteren und Ideen. So erweitert sie ihre magische Welt mit den zauberhaften „Fylgjen“ (Schutzgeister), einem schwarzen Pegasus sowie hilfreichen Kentauren. Und wieder werden Fantasy-Elemente mit nordischer Mythologie gekonnt kombiniert und miteinander verwoben.

„Der Thul“ ist nicht nur eine gelungene Fortsetzung. Dieses Buch kann man einfach gar nicht aus der Hand geben, bevor nicht die letzte Seite gelesen ist. Es ist nicht nur spannend und flüssig geschrieben, es macht einfach Spaß! „Die Erben der alten Zeit“ ist eine wohltuende Abwechslung für All-Age-Fantasy-Fans.

Die Autorin gibt zwar kleine Hilfestellungen in Form von Rückblenden auf das Geschehen im ersten Teil, doch muss man den ersten Teil – „Das Amulett“ – gelesen haben, um der Geschichte komplett folgen zu können. Die Trilogie, die mit „Ragnarök“ abschließt, ist für Leser ab 12 Jahren.

Rezension: NR. 336
[ssba]
28. Mai 2015

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