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Edith Kneifl: Blutiger Sand

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Ein ungelöster und sehr persönlicher Fall führt die Wiener Kellnerin Katharina Kafka nach Las Vegas. Im Gepäck mit dabei ist ihr guter Freund und Transvestit Orlando. Vor zwanzig Jahren wurden Kafkas Eltern in Texas bei einem Camping-Urlaub kaltblütig ermordet. Als die rothaarige Detektivin erfährt, dass ein von zwei Tätern durch eine DNA-Analyse identifiziert werden konnte, macht sie sich mit Orlando auf die blutige Spur der Serienmorde. Ihnen zur Seite gesellt sich bald der sympathische Detective mit indianischen Wurzeln Simon Hunter.

Wenig Krimi, dafür viel Atmosphäre: Nach der Lektüre dieses Buches bekommt man richtig Lust, Amerika von der heißen Seite kennenlernen zu wollen. Die Autorin schafft mit ihrem Roman einen atmosphärischen Reisebegleiter auf der Route 66: Las Vegas, Death Valley, Red Rock Canyon, Grand Canyon, Monument Valley. Begleitet werden die Eindrücke durch die witzigen Dialoge der beiden Österreicher sowie durch das emotionale Geflecht, das sich zwischen dem Dreier-Gespann Kafka-Orlando-Hunter entwickelt. Leider bleibt dabei der Krimi auf der Strecke. Erst auf den letzten Seiten wird’s spannend, wenn der Serienmörder entlarvt und entwaffnet wird.

„Blutiger Sand“ ist bereits der dritte Fall des unterhaltsamen Detektiv-Duos Kafka und Orlando. „Schön tot“ erschien 2009 und spielt in Wien-Margareten. In „Stadt der Schmerzen“ lösen die beiden einen Fall in Florenz. „Blutiger Sand“ ist im Haymon Verlag erschienen und kann dort auch direkt bestellt werden.

Rezension: NR. 283
10. Oktober 2012

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